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Ratgeber Reifen Wissen

Reifen lagern – so wird es gemacht!

Es ist soweit, der Saisonwechsel steht an und wir müssen unsere demontierten Reifen lagern. Damit die Pneus auch zur nächsten Montage immer noch im besten Zustand sind, haben wir euch alles Wissenswerte hier einmal zusammengefasst.

Das ist vor dem Einlagern eurer Reifen zu berücksichtigen

Bevor ihr die Reifen von eurem Auto demontiert, müsst ihr ein paar Dinge beachten. Folgende Tipps sind die perfekte Vorbereitung für den Saisonwechsel:

Luftdruck erhöhen

Während die Reifen lagern, können sie Luft verlieren. Das ist auch völlig normal. Damit die Reifen aber nicht ihre Form verlieren empfiehlt es sich, den Luftdruck um ca. 0,5 bar zu erhöhen. Dies gilt insbesondere, wenn ihr eure Reifen stapeln wollt.

Position markieren

Wir empfehlen euch die Position der Reifen auf eurem Fahrzeug zu markieren. Ihr könnt auf der Außen- oder Innenseite der Reifenflanke mit Kreide die Position festhalten. So könnt ihr dann zur nächsten Montage die Positionen durchtauschen (von vorne nach hinten und umgekehrt) und wirkt so dem einseitigen Abfahren entgegen. Häufig werden hierfür die folgenden Abkürzungen benutzt:

VL = vorne links

HL = hinten links

VR = vorne rechts

HR = hinten rechts

Schmutz und Fremdkörper entfernen

Bevor ihr die Reifen nun einmottet, solltet ihr Reifen und Felgen säubern. Das ist nicht nur bei der nächsten Montage angenehmer, denn Fremdkörper in den Rillen können auch das Profil verletzen. Entfernt kleine Steine vorsichtig, zum Beispiel mit einem Schraubenzieher.

Reifen lagern – vorher Vitalwerte messen

Reifen haben eine begrenzte Lebensdauer. Bevor ihr sie nun mühsam in den Keller schleppt, solltet ihr sicherstellen, dass die Reifen auch in der nächsten Saison noch ihren Dienst tun können.

Alter des Reifens prüfen

Das Alter eines Reifens kann auch unabhängig von der Laufleistung Auswirkungen auf die Gummimischung haben. Auch wenn euer Stadtflitzer nicht viele Kilometer auf dem Buckel hat und die Mindesprofiltiefe noch nicht erreicht ist, solltet ihr das Alter des Reifens immer im Auge behalten.

An der Seite des Reifens findet ihr den Eindruck DOT. Anhand der DOT könnt ihr das Herstellungsjahr ablesen. Reifen sollten generell nicht älter als 10 Jahre sein. Mehr über die DOT und das Alter des Reifens erfahrt ihr hier.

Restprofiltiefe prüfen

Irgendwann ist dann jeder Reifen abgefahren und das Profil verliert wertvolle Bodenhaftung. Das führt nicht nur zu einem längeren Bremsweg. Es kann auch zum Kontrollverlust über euer Fahrzeug führen. Generell solltet ihr auf jeden Fall eine Mindestprofiltiefe von 3 mm bis 4 mm nicht unterschreiten.

Was der Gesetzgeber dazu sagt und wie sich ein zu geringes Profil auf das Fahrverhalten auswirkt, könnt ihr hier nachlesen.

Den richtigen Lagerort finden

Grundsätzlich solltet ihr eure Pneus an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort aufbewahren. Keller und Garagen bieten sich hier optimal an. Habt ihr die Reifen mit Felge demontiert, könnt ihr bis zu vier Reifen auf einem Stapel einlagern, ohne dass die Reifen Schaden nehmen. Reifen, die ohne Felge demontiert wurden, solltet ihr unbedingt senkrecht stehend einlagern.

Etwas schicker, besonders bei Alufelgen, ist natürlich eine Halterung für die Wand. Wer seine Reifen besonders schonend aufbewahren will, kann sich auch einen Felgenbaum anschaffen. Hier müssen die unteren Reifen nicht die Last der oberen Reifen tragen.